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Interviewanalyse

Interviewtranskripte liegen schon vor? So beginnt die Analyse

Vorhandene TXT-Dateien oder eingefügten Interviewtext in ScribeFlash importieren, Quellen prüfen und Aussagen als nachvollziehbare Belege für die Analyse verwenden.

ScribeFlash Research-Team7 Min. Lesezeit
Illustrative Interviewszene, keine Aufnahme aus einem Kundenprojekt

Der vorhandene Text ist ein guter Ausgangspunkt

Die Interviews sind geführt und die Transkripte aufgeräumt. Offen bleibt, welche Aussagen wichtig sind, ob verschiedene Personen dasselbe Problem beschreiben und welche Schlussfolgerungen sich im Bericht vertreten lassen.

In ScribeFlash lässt sich ein vorhandenes Transkript als Interview importieren: als UTF-8-Datei mit der Endung .txt oder durch Einfügen des Textes. Danach kannst du den Ausgangstext prüfen und Belege auswählen, ohne die Aufnahme erneut hochzuladen oder nochmals transkribieren zu lassen.

Probiere den Ablauf mit einem Interview aus. Ein halbes Jahr Gespräche in einer Datei zusammenzufassen erschwert später die Zuordnung.

Erst den Ausgangstext vorbereiten, dann zusammenfassen

Speichere jedes Interview getrennt, etwa als „P01 – erste Nutzung“. Behalte die Reihenfolge von Fragen und Antworten bei. Zeilenumbrüche sollten den Redebeiträgen folgen. Vorhandene Sprecherbezeichnungen und Zeitangaben können im Text bleiben.

Dieses erfundene Beispiel zeigt ein brauchbares Format:

Interviewerin: Wo haben Sie beim letzten Einladen eines Kollegen aufgehört?
P01: Mir war unklar, worauf ein Administrator zugreifen kann. Ich habe meinen Vorgesetzten gefragt.
Interviewerin: Was geschah danach?
P01: Er sagte, es sei in Ordnung. Dann habe ich die Einladung verschickt.

Aus der zweiten Zeile sollte nicht „Die Person kündigte wegen unklarer Berechtigungen“ werden. Sie unterbrach den Vorgang und setzte ihn später fort. Eine solche Umformulierung trägt deine Interpretation in die Quelle ein.

Liegen nur Forschungsnotizen vor, kennzeichne sie als Notizen statt als Wortprotokoll. Zusammenfassungen können Kontext liefern, dürfen aber nicht zu angeblichen Originalzitaten werden. Kopiere aus einem Word-Dokument den Text oder exportiere ihn als UTF-8-Klartext. Das Umbenennen von .docx in .txt konvertiert die Datei nicht.

Identifizierende Angaben vor dem Import durchsehen

Prüfe die Erlaubnis für diese Studie und das gewählte Werkzeug. Sieh Namen, Kontaktdaten, Kundennamen, Auftragsnummern und Kombinationen von Details durch, die eine Person erkennbar machen. Verwende einen stabilen Code: P01 bleibt in allen Unterlagen P01.

Für die Forschungsfrage nötiger Kontext darf erhalten bleiben. „Plant Schichten in einem kleinen Logistikbetrieb“ kann hilfreich sein; der genaue Firmenname ist womöglich unnötig. Eine erforderliche Zuordnungsliste zwischen Codes und Namen gehört an einen getrennten, zugriffsbeschränkten Ort.

Der GOV.UK-Leitfaden sieht die Verwendung von Forschungsdaten innerhalb der erteilten Einwilligung vor. Das Kontrollkästchen beim Import in ScribeFlash hält deine Bestätigung von Berechtigung und Entfernung identifizierender Angaben fest. Es schwärzt den Text nicht automatisch.

Schritt für Schritt in ScribeFlash importieren

  1. Melde dich an und lege ein Forschungsprojekt an. Formuliere eine konkrete Frage, etwa: „Was prüfen Mitarbeitende vor dem Einladen von Kollegen?“ Forschungsvorlagen helfen bei der Eingrenzung.
  2. Öffne im Projekt den Interviewbereich und den Upload. Wechsle zum Reiter für vorhandene Transkripte.
  3. Trage Interviewnamen oder Pseudonym ein. Wähle eine TXT-Datei oder füge den Text ein. Nach der Dateiauswahl lässt sich der geladene Inhalt im Textfeld prüfen.
  4. Achte auf fehlerhafte Zeichen, vermischte Fragen und Antworten und ein beim Kopieren abgeschnittenes Ende.
  5. Bestätige die Verarbeitungserlaubnis und die Entfernung persönlicher Identifikatoren. Aktiviere das Kontrollkästchen und starte den Import.
  6. Nach dem Import öffnet sich die Quelle. Prüfe Anfang, Ende und eine Stelle in der Mitte, bevor du das nächste Interview importierst.

Fehlt der Reiter, kläre über Kontakt, ob deine Version diese Eingabe bereits anbietet. Textdateien gehören nicht in die Eingabe für Audio oder Video.

Was Zeilennummern und Sprecherangaben bedeuten

Nicht leere Originalzeilen behalten ihre ursprünglichen Zeilennummern. Leerzeilen werden übersprungen, ohne die folgenden Nummern zu ändern. Ein Sprung in der Nummerierung muss deshalb keine Textlücke bedeuten.

Der Textimport erkennt keine Sprecher und berechnet keine Aufnahmezeiten. „P01“ und „00:15“ bleiben normaler Text. Prüfe Zitate anhand des zugehörigen Interviews und der Quellzeile. Eine eingetippte Zeitangabe ermöglicht keine Audiowiedergabe.

Korrigiere Verneinungen, Beträge oder identifizierende Angaben nur mit einem Blick auf das Originalmaterial, das du berechtigt aufbewahrst. Änderungen nach der Analyse können eine erneute Prüfung verbundener Zitate erforderlich machen.

Eine Aussage auswählen, eine Forschungsfrage bearbeiten

Wähle im erfundenen Beispiel die Aussage zu den unklaren Administratorrechten und lege einen Beleg zur Forschungsfrage an. Deine Überlegung „Nachfragen, welche Berechtigung unklar war“ gehört in eine Forschungsnotiz. So bleiben Aussage und Interpretation unterscheidbar.

Suche beim nächsten Interview auch nach anderen Erklärungen. Jemand kann die Rechte genau verstehen und trotzdem eine interne Freigabe benötigen. Werden beide Fälle als Problem der Beschreibung eingeordnet, arbeitet das Team womöglich an der falschen Lösung.

Prüfe unterstützendes und widersprechendes Material, bevor du eine Erkenntnis bestätigst. Für die Übergabe folgt der Leitfaden zum Forschungsbericht. Ein Transkript reicht zum Üben; die Reichweite jeder Schlussfolgerung muss trotzdem klar sein.

Bei Importfehlern Format und Grenzen prüfen

Pro Import sind bis zu 120.000 Unicode-Zeichen, 2.000 Zeilen und 12.000 Zeichen pro Zeile möglich. Die TXT-Datei darf höchstens 480.000 Byte groß sein. Zeichenzahl und Dateigröße sind unterschiedliche Werte.

Speichere bei einem Dateifehler eine neue Kopie als UTF-8-Klartext in einem Editor mit Zeichencodierungsauswahl. Öffne sie zur Kontrolle erneut. Steht das gesamte Gespräch in einer Zeile, füge Umbrüche zwischen Redebeiträgen ein. Wenn du lange Unterlagen aufteilen musst, halte die Zuordnung zur ursprünglichen Person fest, damit später keine doppelten Personenzahlen entstehen.

Jeder Import verbraucht einen Interviewplatz, aber keine Transkriptionsminuten. Analyse, Berichte und Exporte unterliegen weiterhin den Berechtigungen deines Tarifs.

Quellen und nächster Schritt

Zur Vorbereitung: GOV.UK: Analyse a research session und Umgang mit Forschungsdaten und Privatsphäre. Das Titelbild illustriert eine Interviewsituation und zeigt kein Kundenprojekt.

Importiere ein Transkript, prüfe es und wähle einen Beleg aus. Mit dem Leitfaden zur Prüfung von KI-Erkenntnissen kannst du anschließend von einer Behauptung zum vollständigen Gesprächsausschnitt zurückgehen.

Mit vorhandenen Transkripten forschen

Berechtigt verwendbaren Text ohne identifizierende Angaben vorbereiten, importieren und am Original prüfen.

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